Statusbericht #2: back to the roots.

Recherchemonat 2/3. Von Settingproblemen, Neuorientierung und Ideenfindung.

Entweder ist es pure Faulheit, die (perfektionistisch motivierte) Angst, nicht genug recherchieren zu können, um Dinge realistisch zu beschreiben – oder mein Bauchgefühl.

Das Setting, das ich bisher im Kopf hatte, beeinflusst zwar den Plot und die Ideen, die ich dazu hatte… nein, falsch, das Setting war dazu da, um ein oder zwei Ideen zu ermöglichen, aber es gibt mir nichts. Es interessiert mich zwar, aber nicht so sehr, als dass ich mir vorstellen könnte, die nächsten Wochen mit Recherchearbeit zu verbringen, um überhaupt realistisch plotten zu können.
Gut. Gedankenexperiment: streichen wir das. Scheiß auf Ursprungsideen, alles ist wandelbar, ich kann machen, was ich will und nichts ist in Stein gemeißelt. Das Wissen, das ich mir bisher angelesen habe, kann ich immer noch für Metakram oder „Inspirationsmaterial“ verwenden.
Dadurch bin ich auch ein wenig freier vom Kommentar meiner inneren nervtötenden Stimme, die seit Längerem immer wieder ein angekotztes „Boah nee, nich schon wieder so’n Historiendrama, tu uns das nicht an, das ist zum Kotzen“ von sich gibt.
Yay.

Gehen wir also weg von der Idee, die mehr oder weniger sinnfrei in einem Setting des neunzehnten Jahrhunderts vor sich hin trudelt und verlegen das Ding probeweise in die Gegenwart.

zack, prompt ist diese eine Idee wieder da, die ganz, ganz zu Anfang aufgetaucht war (vor dem 19.-Jahrhundert-Teil) und mich absolut gefesselt hat.
zack, eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten: warum sich dumm und dämlich recherchieren, wenn man eigene Erfahrungen aus dem Jetzt mit einbringen kann? Sozusagen „vor Ort“?

Kommentar der inneren nervtötenden Stimme: „Is das nich ein bisschen zu öde? Gegenwart und so? Alltag? Schule? Meh, kein Bock eh.“
Nö. Isses nich.
Die Frage ist nicht, was du mit etwas assoziierst, sondern was du daraus machst. Klar sind Dystopien gerade in Mode, Mittelalter wird teilweise mit Fantasy gleichgesetzt und die verführerische Unbekannte im Krimi nach Mitternacht ist selbstverständlich böse und führt etwas im Schilde, weil sie a) verführerisch und gutaussehend ist und b) irgendeinen undefinierbaren Akzent besitzt. Ja. Könnte sein. Muss aber nicht.
Ich kann an diesem Ursprungsstückchen von Idee festhalten, muss ich aber nicht.
Warum nicht?
Weil’s mir nichts bringt und mich nur behindert.

Na also.

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Statusbericht #2: back to the roots.

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